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  • Stephan Hänni

Bewegen Sie sich in den Schlaf

Aktualisiert: 25. Dez. 2022




Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Immer mehr, immer besser immer ...

Es nimmt kein Ende!

Auch der Körper wird so immer mehr von Stresshormonen übersäht.

Es gibt Menschen, die haben einen so "gefüllten" Tageskalender, dass an Sport und Bewegung nicht mehr zu denken ist. Eigentlich schade, denn je gestresster man sich fühlt, desto mehr Bewegung braucht es, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Oder anders gesagt, die Bewegung ist ein gutes Hilfsmittel um stressresilienter zu werden.


Im Gegensatz zur "Steinzeit", geht es heute mehrheitlich nicht mehr um Leben und Tod.

So betrachtet sollten wir eigentlich ein stressfreies Leben führen.

Ich habe letzte Woche einige Kollegen gefragt, was bei ihnen einen Stress auslöse.

Wenn man es genau betrachtet, so lösen eigentlich harmlose Sachen, wie u.a. E-Mails und die ständige Erreichbarkeit so einiges an Stress aus.

Wenn man von Stress spricht, so ist nicht jeder Stress schlecht.

Ein allenfalls ständiger Dauerstress oder Negativerstress schadet unserer Gesundheit.


Während das Stresshormon Adrenalin dafür zuständig ist, dass wir schnell "kampfbereit" sind und es schnellst möglichst wieder abbaut, so bleibt das Cortisol länger im Blut und verhindert die sofortige Entspannung, um allenfalls wieder schneller "kampfbereit" zu sein.

Unser Körper ist da ein wenig in der "Steinzeit" hängen geblieben, wo man jederzeit auch Opfer von wilden Tieren sein konnte. Man wusste damals nie so genau, ist man nun der Jäger oder der Gejagte...

Früher war man viel in Bewegung und heute? Heute sitzen wir viel herum und die Bewegung ist bei so einigen Mitmenschen zu einem Fremdwort geworden.

Früher sorgte Stress für körperliche Betätigung. (U.a. Weglaufen usw.) Heute?

Heute wird viel geflucht, "geschumpfen" und so einiges an Energie in die falsche Richtung gelenkt.

Es gibt auch Menschen, die schreiben hässige Mails oder zeigen einem den "Vogel", wenn der Stress überhandgenommen hat und die Emotionen das Denken abstellte...


Ist der Cortisolspiegel u.a. bei einem Dauerstress zu hoch, so kann dies einiges an Nebenwirkungen auslösen.

Ich denke da an Schlafstörungen, Depressionen, Immunschwäche, Gedächtnisverslust uvm.

Macht es da nicht Sinn, sich mehr zu bewegen um u.a. auch die Gehirndurchblutung zu verbessern, die Ausdauer zu steigern oder eben, sich in den Schlaf zu bewegen?

Bewegung verbessert so oder so die Gesundheit. Denn nicht nur durch den Abbau der Stresshormone ist die Bewegung gesundheitsfördernd.


Der Körper braucht durch die Bewegung mehr Energie, da der Fett- und Zuckerstoffwechsel angetrieben wird. Regelmässiges Sporttreiben kann helfen, das Risiko eines Schlaganfalls, eines Herzinfarkts oder einer Krebserkrankung zu minimieren.


Wer regelmässig Sport ausübt lebt gesünder und schläft besser.


Wenn man sich sportlich betätigt, erhöht man damit auch seine Schlafqualität. Dies jedenfalls geht aus einer Studie der Oregon State University und der Bellarmine University in den USA hervor.


„Sich viel zu bewegen ist sowohl gut für die Psyche, den Schlaf und überhaupt für die Gesundheit .”

Unsere Muskeln brauchen selbst im Schlaf genügend Bewegung!

Aber nicht nur das, unser ganzer Bewegungsapparat ist, wie bereits im Namen erwähnt, für Bewegung geschaffen.

Muskeln, Sehnen und Knochen benötigen einen notwendigen Belastungsreiz durch die richtige Bewegung. So kann man die Belastungsfähigkeit auch erhalten.

Fehlt die Bewegung, so kann dies zu Verschleisserscheinungen führen.

Ich höre oft den Satz: " Ich werde langsam alt, mir tut immer mehr weh..."

Das Alter mag ein Grund sein, doch dies ist bei weitem nicht alles. Durch sinnvolle Bewegungen kann man frühzeitigen Verschleisserscheinungen vorbeugen.

Doch welche Vorteile hat die Bewegung oder die richtige sportliche Betätigung auch noch? Ganz einfach, man fühlt sich gesünder, wohler, gewandter, flexibler und selbstsicherer. Doch dies ist noch lange nicht alles, denn auch das Zutrauen in den eigenen Körper nimmt zu.


"Körper, Geist und Seele sind eine Einheit! "

Wenn man Schmerzen im Kreuz verspürt, so ist man in der Regel zu keinen geistigen Höchstleistungen fähig. Wenn man eine körperliche Übung zuvor mental durchspielt, so wird diese danach in der Regel besser absolviert.

Plagen einem Sorgen, so können sich diese u.a. in Verspannungen in der Schultergegend auswirken. Daher ist es so wichtig, eine ganzheitliche Betrachtungsweise einzunehmen und somit auch genügend Bewegung ins tägliche Programm einzuplanen. Unser Körper ist darauf angewiesen, dass man sich gut und genügend bewegt. Ob Herz, Blutkreislauf, Lymphsystem, Immunabwehr... will man keinen "Sand im Getriebe...", so gilt es sich körpergerecht zu bewegen.


Ich höre oft: "Ich habe keine Zeit" oder "Ich habe kein Geld für ein teures Fitnessabo..."

Doch braucht Bewegung wirklich viel Geld und zusätzliche Zeit oder könnte man Bewegung nicht ganz einfach in den Alltag einfliessen lassen?

Man könnte doch bspw. statt einen Lift die Treppe benutzen. Wer nicht auf den Lift verzichten kann, darin Kniebeugen ausführen. Wenn man zu Fuss unterwegs ist, könnte man einen Gang schneller laufen um den Kreislauf noch besser anzukurbeln. Selbst das Fensterputzen oder Staubwischen kann man mit guten Bewegungsübungen unterstützen.

Bei mir stehen neben der Kaffeemaschine oder überhaupt in der Küche zwei Bücher. Lasse ich nun bspw. einen Kaffee raus, mache ich in der Zwischenzeit mit den Büchern einige kleine Bewegungsübungen. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten sich sinnvoll zu bewegen ohne einen Rappen auszugeben und ohne viel Zeit zu verlieren. Wer will, der findet wohl irgendwie und irgendwo eine Möglichkeit. Wer nicht will, der findet wohl auch irgendwie und irgendwo eine Ausrede dazu...

Ich wünsche Ihnen eine ganz tolle und bewegungsreiche Woche.


Euer Stephan




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